Jubiläumsjahr 2025: 700 Jahre Vorstenburg

Willkommen zu 700 Jahren Vorstenburg – Ein Jahr zum Feiern und Erinnern!

Im Jahr 1325 wurde die Vorstenburg in Fürstenberg erstmals urkundlich erwähnt. Seitdem hat die Burg eine beeindruckende Geschichte durchlebt und ist heute ein Symbol für Tradition, Kultur und Gemeinschaft.

Anlässlich dieses besonderen Jubiläums laden wir euch ein, ein ganzes Jahr voller spannender Veranstaltungen, Ausstellungen und Erlebnisse zu genießen. Entdeckt die faszinierende Geschichte der Vorstenburg, erlebt unvergessliche Momente und feiert mit uns das Vermächtnis von 700 Jahren.

Ob historische Führungen, Konzerte oder Festakte – für jeden ist etwas dabei. Sei Teil dieses einzigartigen Kapitels und gestalte die Geschichte von Fürstenberg aktiv mit.

Veranstaltungen

Erlebe ein Jahr voller spannender Veranstaltungen – von Vorträgen bis zu Ausstellungen an historischen Orten. Sei dabei!

Über das Jubiläum

Erfahre mehr über die 700-jährige Geschichte der Vorstenburg – von ihrer Errichtung im Jahr 1325 bis heute.

Ursprung und Bau der Vorstenburg

Der Paderborner Fürstbischof Bernhard V. ließ die Vorstenburg errichten, um die Position seines Bistums gegen die rivalisierenden Bischöfe aus Köln und Mainz zu stärken. Zudem setzte sie den Expansionsversuchen der Edelherren von Büren eine deutliche Schranke.

Ein Wehrturm und Grundmauern sind noch Relikte der Vorstenburg.

Ein weiterer Teil der heutigen Schlossanlage ist ein Überbleibsel von vergangenen Jahrhunderten – der runde Anbau war ebenfalls früher Teil der Burganlage.

Alte Ansicht der Vorstenburg mit ihren doppelten Türmen.

Strategische Bedeutung und Konflikte

Die Vorstenburg diente als südlichster Vorposten des Hochstifts Paderborn. Als Landesburg reichte ihr Rechtsbezirk von Paderborn bis zur Egge und darüber hinaus bis ins Tal der Diesel. Eine starke Burgmannschaft sicherte die Straßen und Wege, besonders den Handelsweg von Bremen nach Frankfurt.

Niedergang der Burg

Durch eine Agrarkrise brachen die Einkünfte weg, auf die die Burgmannschaft angewiesen war. Infolge dessen wurden zahlreiche Fehden zwischen den Rittern angesagt und ausgekämpft. Die Pest, der schwarze Tod, dezimierte die Bevölkerung. Das Amt Fürstenberg, südlicher Vorposten des Hochstifts, hörte auf zu existieren. Die Burgmannschaft verließ die Landesburg.

Ein weiterer Teil der heutigen Schlossanlage ist ein Überbleibsel von vergangenen Jahrhunderten – der runde Anbau war ebenfalls früher Teil der Burganlage.

Neue Zeichnung der Burganlage der Vorstenburg | © Dr. Michael Lagers vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Die Herren Westphalen zu Fürstenberg

Die Herren Westphalen warben Siedler an. Dazu legten Labbert und Wilhelm für die Bewohner ihrer Freiheit Fürstenberg günstige Abgaben und Dienste fest. Sie setzten einen Richter ein, versprachen Freizügigkeit, da Rodungsrecht in der verwilderten Feldflur und geringe Steuern. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich  die „Freiheit Fürstenberg“ zu einer bedeutenden stadtähnlichen Ortschaft.

Burg und Schloss

Im 18. Jahrhundert erlebte Westfalen eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Die Vorstenburg, sie bestand zwischenzeitlich aus fünf Rittersitzen, konnte durch Heirat, Erbe und Kauf einer Hand vereinigt werden. So war es der Familie von Westphalen möglich, umfangreiche Bauprojekte planvoll anzugehen. Die weitläufige Burganlage wurde vollständig neugeordnet. Wohnsitz und Wirtschaftsbetrieb wurden getrennt. Es entstand das heute noch bestehende Ensemble von Kirche, Gericht, Park, Schloss und Gut Fürstenberg.

Ensemble von Schloss, Park, Gericht, Kirche und Gut Fürstenberg

Brandspuren gibt es noch heute über einem Fenster an einem der Gebäude zu sehen

Revolution 1848

Die heftigsten Unruhen der Märztage 1848 im Kreis Büren verzeichnete der Chronist von Fürstenberg. Durch die Zehntablösungen waren den Bauern noch härtere Geldlasten aufgebürdet worden, als sie bisher schon zu tragen hatten. Dazu kam es, dass ihr Recht Holz und Wald, Wasser und Weide im selben Maße gebrauchen zu dürfen wie die Grundherren selbst durch die Veränderung der Waldwirtschaft beschnitten worden war. Wegen dieses Streits wurde das Schloss verwüstet und das Archiv wurde in Brand gesteckt. Damit war durch den Aufruhr das Archiv der Vorstenburg unwiederbringlich verloren.

Gut Fürstenberg ein Wirtschaftsbetrieb

Heute wird das Gut trotz seines „Alters“ als moderner landwirtschaftlicher Ackerbaubetrieb weiter geführt. Die Gebäude und Scheunen werden dazu genutzt, um  dort moderne Maschinen unterzustellen, sie zu pflegen und zu reparieren. Geeignete Flächen in Feld und Wald werden als Energiequelle für eine eigene Hackschnitzelanlage genutzt. Schloss, Gut sowie weiterer Nebengebäude können so über ein Nahwärmenetz beheizt werden.

Das Gut Fürstenberg mit innenliegendem Hof

Die 700-Jahr Feierlichkeiten werden in besonderen Maße durch die LWL Kulturstiftung unterstützt und gefördert.