Station 6: Antenberg

Antenberg

Die Wasserleitung kam von der Quelle oberhalb des Feriendorfs, durchquerte das Tal der Karpke, lief weiter entlang des Antenbergs und querte hier den Bergheimer Grund.

Für die meist unterirdisch verlegten Leitungen reichten bei leichtem Gefälle Rohre und Rinnen aus Holz oder Ton. Die Düker durch die Täler erforderten jedoch Druckrohre aus Blei oder Gusseisen.

Diese Druck- und Gefälleleitung existierte für wenigstens 300 Jahre und brachte das Trink-, Brauch- und Löschwasser in die vier Kampe des Oberdorfres. Die gut zwei Kilometer lange Fernleitung kann als typisches Beispiel für eine moderne Wasserversorgung ihrer Zeit gelten. Denn unter geschickter Ausnutzung natürlicher Gravitationskräfte gelang es, Wasser über größere Entfernungen bereitzustellen.

Die Fürstenberger Wasserleitung steht somit als technisches Denkmal einer einst weiterverbreiteten Ingenieurskunst.