Station 1: Der Gerichtskump

Kirchplatz

Wegen der zahlreichen Ritterfehden hatten die Bauern ihre zerstörten Höfe im Tal verlassen müssen. Auf dem Fürstenberg im Schutz der Burg, fühlten sie sich sicher. Deshalb gelang es den Herren von Westphalen schließlich viele Siedler anzuwerben.

Sehr mühsam war es für diese, täglich das Wasser aus dem Tal ins Dorf zu holen. Der Versuch, einen Brunnen zu graben, war gescheitert. Eine Wasserleitung wurde gebraucht. Aber es war nicht so einfach sie zu bauen. Die geeignete Quelle war weit entfernt. Und zwei Täler waren zu queren. Dazu waren druckfeste Rohre nötig. Doch der Bau der Leitung gelang.

Die Druck- und Gefälleleitung instand zu halten, erforderte einen erfahrenen Techniker. In einer Urkunde aus dem Jahr 1591 wird er Wassermeister genannt.

Dreihundert Jahre lang füllte die Fernleitung vier große Wasserbehälter im Dorf. Diese runden, aus Eichenholz oder Sandstein gebauten, Bottiche werden Kump genannt.